Abdichtung Andresen-WeissenbergDie Injektion erfolgt im Druckverfahren über spezielle Maschinen mit Hilfe von im Mauerwerk verankerten Injektionslanzen. Die Injektage kann bei jedem mineralischen Baustoff erfolgen, wie z.B. Porenbeton / Kalksandstein / Ziegelmauerwerk / Gasbeton etc.
Das Injektionsmaterial ist extrem kriechfähig, da die Dichte des Materiales geringer ist als die des Wassers. Vergleich: 1 Liter Wasser = 1 KG Gewicht 1 Liter Injektage= 600 Gramm Gewicht Das Material lackiert alle Kapillaren des Baustoffes im Bereich der Injektionlöcher (Umkreis ca. 30 cm) aus und verändert die komplette Oberflächenspannungsdifferenz, so dass die von Außen anliegende Feuchtigkeit ( bei defekter oder fehlender Abdichtung - ausgenommen Pfützenbildung im Keller - Druckwasserschaden ) nicht mehr die veränderte Spannungsdifferenz des Baustoffes durchdringen kann. So kann nun das Mauerwerk durchtrocknen und lässt anliegende Feuchtigkeit nicht mehr ins Innere durchdringen. Die eingebrachten Injektionslanzen werden nach der Injektage wieder entfernt und die Bohrlöcher werden wieder verfüllt. Hinweis ! Für anschließende Maler-Tapezierarbeiten sollte ein Haftgrund auf das Mauerwerk aufgetragen werden, da die behandelten Bereiche nach der Sanierung hydrophob sind. Etwaige Fabveränderungen des Mauerwerkes können auftreten.
Druckwasserschaden (Hochdruckverpressung):
Der Druckwasserschaden unterscheidet sich massiv vom Kapillarschaden, da hierbei sichtbar "flüssiges" Wasser die Wand herunterläuft und so eine Pfützenbildung stattfindet. Dieser Schaden entsteht durch die Bildung von vor dem Haus liegenden Wassersäulen, welche einen sehr großen Druck auf die im Erdreich liegende Bausubstanz ausübt. Beim Druckwasserschaden gelingt das Wasser meistens durch vorhandene Risse / defekte Boden-Wandanschlüsse in das Gebäudeinnere. Bei diesen Arten von Schäden hilft oftmals nur eine sogenannte Hochdruckverpressung mittels Epoxidharz ( Quell oder Reaktionsharz ), welcher die vorhandenen Risse komplett ausfüllt. Hierzu wird ein hoher Druck benötigt, um kraftschlüssig die Risse auszufüllen und dauerhaft zu schließen. Der im Hochdruckverfahren verpresste Harz tritt sehr oft bei der Sanierung aus verschiedenen Stellen aus.
Kapillarschaden (Injektage):
Der Kapillarschaden ist sichtbar durch Ausblühungen (Salz, Kalk) auf der Wand / Putzablösungen / Fugenermüdung-Aussandungen der Fugenbereiche. Diese Schäden entstehen durch das an der Außenwand anliegende feuchte Erdreich (Lehmboden / Muttererde). Bei älteren Gebäuden - vor 1957 Bj. - ist oftmals keine Abdichtung vorhanden, so dass das Mauerwerk permanent Feuchtigkeit nach Innen transportiert und eine erhöhte Gefahr besteht, dass die Feuchtigkeit - Bau- und Altersbedingt in die höheren Etagen des Gebäudes durchdringt.
Dann sprechen wir von einer aufsteigenden Feuchtigkeit - Boden, in Verbindung mit einer Querdurchfeuchtung - Außenwand.
Alle Arten von kapillaren Schäden können mit Hilfe der Niederdruckinjektion dauerhaft beseitigt werden.
Kapillarsperren: Sie erhalten eine 20- jährige Gewährleistung auf die kapillare Abdichtung. Druckwasserschaden: Sie erhalten eine eingeschränkte bis gar keine Gewährleistung, da die vor dem Haus stehende Stauwasserentwicklung nicht kalkulierbar ist. Sonstige Arbeiten: Sie erhalten die Gewährleistung auf alle anderen Arbeiten nach VOB - BGB. Din18195 Teil1-6: 5 Jahre Gewährleistung
Laut Hersteller ist die Wirkung des Materials angegeben mit 80 Jahren 100% Wirkung. Der natürliche Abbau des Materials ist abgeschlossen nach ca. 135 Jahren.
Es handelt sich bei der Injekton um ein Paraffinhaltiges Silikon, welches die Atmungsaktivität des Baustoffs nach der Injektage erhält! Bei der Hochdruckverpressung kommen mehrkomponentige Epoxidharze zum Einsatz. Diese gibt es auf Basis von Reaktions- oder Quellharzen.(Je nach Schadensbild)
Bei weiteren Fragen, wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter, welche Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.