Horizontalsperre

Feuchtigkeiten

Man unterscheidet bei kapillaren Wasserschäden zwischen der Querdurchfeuchtung und aufsteigender Feuchtigkeit. Die aufsteigende Feuchtigkeit kann man meistenfalls aber an ihrem Verlauf deutlich erkennen, der vom Boden zur Decke abnehmend ist. Bei der Querdurchfeuchtung sind kleine Stellen mitten auf der Wand, oder ganze Fläche betroffen.

Querdurchfeuchtung

Eine andere Form der Kapillarfeuchte ist die Querdurchfeuchtung des Mauerwerks. Hier steigt das Wasser nicht aus dem Fundamentbereich auf sondern wird aus dem seitlich anliegenden Erdreichs aufgenommen. Auch hier gibt es verschiedene Ursachen, z.B. eine fehlende oder defekte Außenabdichtung (Bild 4), gemauerte und verzahnte Lichtschächte (Bild 5) und Ähnliches.

Schwierig wird es dann, wenn sich der Wandbereich unterhalb einer Terrasse, Garage oder eines nicht unterkellerten Gebäudeteils befindet. Da man hier nicht von außen ausschachten und die Wand von außen mit Bitumen behandeln kann, muss man in solchen Fällen eine andere Lösung finden.

Die Kapillaren

Die Poren der Baustoffe nennt man Kapillaren, es sind Transportwege für Luft und Wasser.

Diese hat ihren Ursprung im porigen Gefüge des Stoffes. Ein Kapillarsystem besteht aus einer Vielzahl von Kanälen oder Löchern, die mehr oder weniger miteinander verbunden sind. In wassergefüllten Kapillaren entsteht durch Druckunterschiede eine Bewegung des Wassers. In einem gut ausgebildeten Kapillarsystem kann Wasser leicht in den Baustoff eindringen und ebenso schnell aus dem Baustoffinnern zur Oberfläche zurücktransportiert werden.

Durch Kapillareinwirkung wird zehnmal so viel Feuchtigkeit aus einem Baustoff abtransportiert wie durch Wasserdampfdiffusion. Kapillarwasser wandert immer zur trockenen Seite des Bauteils, auch gegen den Diffusionsstrom, um an der Oberfläche zu verdunsten.